262-502
KI und die Zukunft der Arbeit
| Beginn | Do., 26.11.2026, 09:00 - 12:00 Uhr |
| Kursgebühr | 90,00 € |
| Kursleitung | |
| Ort | Online |
| Unterrichtseinheiten | 4 |
Die Fortbildung verbindet aktuelle Erkenntnisse zur KI-Transformation mit Reflexion über Berufsfelder. Sie geht bewusst über die Tool-Ebene hinaus und adressiert die Meta-Fragen, die VHS-Programmplanende beschäftigen.
Modul A: Das eigene Haus – KI und Erwachsenenbildung (ca. 60 Min.)
Den Einstieg bildet eine Bestandsaufnahme: Wie verändert KI das Berufsfeld Erwachsenenbildung? Anhand konkreter Praxisbeispiele – von KI-gestützter Protokollerstellung über automatisierte Ergebnissicherung bis hin zu Live-Übersetzung und Avatar-Moderation – wird sichtbar, wie sich Arbeitsabläufe, Rollen und konzeptionelle Arbeit bereits heute wandeln. Die Teilnehmenden reflektieren: Welche dieser Veränderungen betreffen uns direkt?
Impulse & Diskussion
- Live-Demonstration: Vom Transkript zum strukturierten Protokoll in Minuten
- Rollenwandel in der EB: Trainer*in, Berater*in, Programmplaner*in – was bleibt, was kommt?
- Datenschutz pragmatisch: Anonymisierung, DSGVO-konforme Nutzung, Haltungsfragen
- Gruppenreflexion: „Was bedeutet das für meine VHS?“
Modul B: Der Blick nach außen – Branchen im Wandel (ca. 50 Min.)
Im zweiten Teil weitet sich der Fokus: Welche Berufsfelder und Branchen verändern sich durch KI besonders schnell – und welche weniger? Von Büro- und Wissensarbeit über Gesundheit/Pflege bis zum Handwerk werden unterschiedliche Transformationsgeschwindigkeiten sichtbar. Ausgewählte aktuelle Studien werden zusammengefasst und eingeordnet.
Impulse & Diskussion
- Branchenspezifische Szenarien: Wo ersetzt KI, wo ergänzt sie, wo schafft sie Neues?
- Globale Perspektive: USA, China, Europa – unterschiedliche Haltungen, unterschiedliche Dynamiken
- Studienlage: Was sagen aktuelle Prognosen zu Arbeitsmarkteffekten?
- EU AI Act und europäische Arbeitsmärkte
Modul C: Zukunftsbilder – Utopien, Dystopien und die Rolle der VHS (ca. 50 Min.)
Der abschließende Teil öffnet den Raum für eine bewusst philosophisch-strategische Auseinandersetzung: Was passiert, wenn ein erheblicher Teil der Arbeit wegfällt? Welche neuen Kompetenzen sind gefragt – und welche Vorstellungen von „gutem Leben“ jenseits klassischer Erwerbsarbeit können Erwachsenenbildungseinrichtungen vermitteln?
Impulse & Diskussion
- Szenarien: 20%, 30%, 40% weniger Arbeitsplätze – was dann?
- Arbeit als Identität: Wenn „Was machst du?“ ohne Antwort bleibt
- Mindset statt Skills: Welche Haltungen brauchen wir?
- Die neue Verantwortung der VHS: Begleitung von Transformationsprozessen in der Gesellschaft